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Junior-Professur expandiert |
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Mit insgesamt 57,5 Millionen Euro förderte der
Bund bisher die Junior-Professur. Im Jahr 2004 wurden nach Angaben des
Bildungsministeriums an 65 Hochschulen 850 Stellen bewilligt worden.
Über 760 davon sind inzwischen schon besetzt. Mit den kürzlich
vorgelegten Zahlen macht die Bundesregierung Werbung für das Programm
der Junior-Professur, das 2002 eingeführt wurde.
Damals wurde das Hochschul-Rahmengesetz
reformiert und gleichzeitig das neue Programm ins Leben gerufen um
jungen Nachwuchs-Wissenschaftlern direkt nach der Doktor-Arbeit
weitergehendes Forschen aber auch Lehren ermöglichen soll. Hierfür ist
keine Habitilation mehr nötig. Eines der Ziele des Programms ist es,
die Abwanderung von Nachwuchswissenschaftlern zu ermöglichen und den
Forschungsstandort Deutschland attraktiver zu machen.
Die Junior-Professur ist auch sechs Jahre
befristet. Danach entscheiden die Länder, ob die Junior-Professur die
Habilitation ersetzt. Seit der Änderung des Gesetzes können die Länder
nicht mehr dazu gezwungen werden. Auch hier gab es eine Klage vor dem
Bundesverfassungsgericht, die einige unionsgeführte Länder eingereicht
hatten. Der Bundesregierung wurde darin Kompetenzüberschreitung
vorgeworfen und das BVG hat dem stattgegeben. Eine an das Urteil
angepasste neue, überarbeitete Fassung des Gesetzes ist seit Anfang
2005 in Kraft getreten. Diese Fassung ist mit den Ländern abgestimmt
und die Bundesregierung hofft damit, das Programm zu retten. |