Seit 1999 wird die Umstellung von Magister- und Diplomstudiengängen nun von den Hochschulen vorangetrieben.
Mit ungewöhnlich deutlichen Worten wurde nun die hessische Verfassungsklage kritisiert. Die Hochschulen haben für Kochs starre Haltung kein Verständnis. Die HRK wählte für das Förderprogramm 20 Hochschulen aus, von den Ergebnissen sollten auch andere Hoschschulen profitieren. HRK-Präsident Peter Gaehtgens reagierte "mit Unverständnis und Sorge" auf die Klage Hessens: "Roland Koch torpediert ein sinnvolles Programm aus Gründen, die mit den Hochschulen nichts zu tun haben." Im Namen zahlreicher deutscher Fachhochschulen und Universitäten appellierte Gaehtgens Dienstag an die Landesregierung, den Reformprozess im deutschen Hochschulsystem nicht zu gefährden.
Falsche Plattform
Auch die Rektoren der 20 Hochschulen reagierten mit Unverständnis. Koch habe sich mit dem Streit die falsche Plattform für sein Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern ausgesucht, so einer der Rektoren. Verbal unterstütze die Landesregierung zwar den Prozess der Umstellung, aber finanziell werden die klammen Hochschulen im Stich gelassen.
Exzellenzinitiative bedroht
Zu einem weitern Spielball der Politik wird die Exzellenzinitiative zur Förderung von Spitzenunis. Hier hat der Bund eine Förderung von 1,9 Milliarden Euro vorgesehen, die unionsgeführten Länder scheinen aber schwer entschlossen zu sein, auch dieses Programm zu stoppen. Die Veränderung der Strukturen an den Spitzenunis dürfte sich ohne diese Förderung jedoch weitaus schwieriger gestalten.


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