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Studenten zieht es ins Ausland |
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Deutschland droht der Aderlaß der Elite. Nach einer Umfrage unter Studierenden halten es 56 Prozent aller Befragten für möglich, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Nur 40 Prozent sehen eine sichere Zukunftsperpektive in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage namens "Generation 05 - Wie tickt die junge Elite?", die vom "Manager Magazin" und der Unternehmensbertatung McKinsey in Auftrag gegeben wurde.
Befragt wurden junge Studenten, die innerhalb der nächsten zwei Jahre ihr Studium abschließen und wirtschaftsnahen Fachrichtungen wie Betriebs- und Volkswirtschaft, Medizin oder Ingenieurs- und Geisteswissenschaften einen Abschluß machen werden. Das Abwanderungspotential deutscher Akademiker wird als kritisch gesehen. So könnte eine Abwanderung von nur drei bis fünf Prozent zu einer gefährlichen Eigendynamik führen. Dies würde den Alterungsprozeß in Deutschland weiter verschärfen, hieß es bei der Präsentation der Ergebnisse in Berlin. Daher wurde wieder einmal eine Reform des Arbeitsmarktes und eine Sozialreform angemahnt. Ein Großteil der Befragten sieht große Chancen in China oder Japan, gefolgt von der Europäischen Union, den USA und Großbritannien. Deutschland und Frankreich sind eher auf den hinteren Plätzen zu finden.
Arbeitslosigkeit Hauptgrund für Auswanderungsgedanken
Hauptgründe für die Auswanderungsgedanken sind die hohe Arbeitslosikeit ( 62 Prozent), die Bildungsmiser und die demographische Entwicklung (je 55 Prozent). Kritik wurde auch an den deutschen Managern laut, immerhin 71 Prozent der Befragten halten diese für überbezahlt, und 62 Prozent meinen, diese seien nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Laut der Studie zeigt sich die "Generation 05" äußerst flexibel und leistungsbereit. Für 46 Prozent der Studenten käme beispielsweise die Selbständigkeit grundsätzlich als Arbeitsform in Frage, nur 13 Prozent lehnen diese ab.
Wertvorstellungen
Zu Fragen bezüglich der Wertvorstellungen kamen überraschend viele konservativ-liberale Vorstellungen zum Tragen: Freiheit, Freizeit, Selbstverwirklichung, Treue, soziales Engagement, Verantwortung und Leistung sind der "Generation 05" besonders wichtig. Weniger wichtig sind Genuß, Konsum oder Reichtum. |